Pippis stärkere Schwester

Kultur | KARIN CERNY | aus FALTER 38/03 vom 17.09.2003

PERFORMANCE. Die Wiener Performerin Barbara Kraus bittet in den "Club of Pleasure". Clubzwänge aller Art lässt die unberechenbare Künstlerin dennoch nicht gelten. 

Jeder, der schon einmal eine Bewerbung geschrieben hat, weiß, dass es sich dabei um ein Rollenspiel handelt. Bereits schriftlich geht es darum, eine gute Performance hinzulegen. Was wo gut ankommt und wie eine "coole" Bewerbung auszusehen hat, ist nicht schwer herauszufinden; die Frage ist vielmehr: Kann oder will man bei diesem Spiel mitmachen? Als sich die Wiener Performerin Barbara Kraus 2002 als Artist in residence an der Frankfurter Performance-Bühne Mousonturm bewarb, bat sie in der ironischen Aktion "Dear friends, can you make me famous?" Menschen um ein Statement zu sich und ihrer Arbeit ("Falls wir uns nur vom E-Mail kennen, kann es auch einfach eine Fantasie sein").

  Kraus wollte damit auch darauf hinweisen, dass man immer von anderen abhängig ist: von ihren Zuschreibungen, aber auch von ihrer Lust, bei etwas


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