Geben heißt nehmen

Vorwort | PETER ROSNER | aus FALTER 39/03 vom 24.09.2003

KOMMENTAR. Rücktritte lösen keine Probleme. Welche Lehren sind aus den Problemen in den Wiener Pflegeheimen zu ziehen? 

Die Sozialpolitik der Gemeinde Wien ist ins Gerede gekommen. Die Zustände im Pflegeheim Wienerwald sind untragbar. Die Sozialverwaltung im engeren Sinn kann dem steigenden Bedarf für die Sozialhilfe und für andere Sozialprogramme nicht gerecht werden. Veränderungen sind unerlässlich. Durch Reformen kann manches verbessert werden, und es ist erfreulich, dass die Stadträtin selbst die Kontrollen in Lainz angeordnet hatte. Das wird aber nicht genügen. Es wird vielmehr notwendig sein, dem Sozialbereich und der Pflege mehr Mittel zu widmen. Zumindest dann, wenn man beansprucht, einer Politik Vorrang zu geben, die Menschen in sozialen Notsituationen unterstützt.

  Dieser Vorrang heißt aber, dass andere Anliegen der Gemeinde Nachrang haben. Das muss man aussprechen. Die Führung der Gemeinde muss das tun. Das Gleiche gilt für die Opposition. Die Rathausmehrheit


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