Baby Namenlos

Politik | Eva Weissenberger | aus FALTER 39/03 vom 24.09.2003

INTEGRATION. Eingebürgerte haben Probleme mit dem Namensrecht: Wiener aus der Mongolei durften ihre Tochter nicht so nennen, wie sie wollten. 

Die Beckhams haben einen Brooklyn, die Clintons eine Chelsea. Also nannte die deutsche Werbefigur Feldbusch, die obendrein selbst nach der Stadt Verona heißt, ihren Sohn, den sie Mitte September gebar, San Diego. Feldbusch ist zwar halbe Brasilianerin, auch dort sprechen Eltern ihre Kinder aber normalerweise nicht gleich nach der Geburt heilig. Ein Kölner Standesbeamter trug den unseligen Vornamen trotzdem ein: "San ist ein türkischer Vorname, Diego ein spanischer", sagte er zur Bildzeitung: "Wir sind hier multikulti."

  Wer nicht prominent ist und in Wien lebt, hat es schon schwerer, ungewöhnliche Namen durchzubringen. Selbst wenn er sich dabei an eine echte Tradition aus seiner Heimat hält.

  Mitte Juni kam im St.-Josefs-Krankenhaus ein Mädchen zur Welt. Ihre Eltern waren vor zehn Jahren aus China, wo sie als Mongolen verfolgt werden,


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