NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 39/03 vom 24.09.2003

POP

Villalobos: Alcachofa

Playhouse/Ixthuluh

"Alcachofa" - spanisch für "Artischocke" - hat der in Deutschland lebende Chilene Ricardo Villalobos sein Debüt nicht umsonst benannt. Die Musik des Produzenten, der seit Jahren zur Speerspitze der Minimal-House-Szene zählt, erinnert an das schichtweise Zerpflücken dieser Frucht, bei der man erst nach einigen Anstrengungen ans Herz gelangt. Es braucht also durchaus Muße, bis man in die auf ein schmales Gerüst reduzierten Tracks zwischen Plastikman und Akufen hineinfindet. Dann jedoch setzen sie sich nachhaltig in der Wahrnehmung fest - und zielen angesichts des leicht perkussiven Südamerika-Touchs bei entsprechender Lautstärke auch auf die Hüften.

SEBASTIAN FASTHUBER

Sting: Sacred Love

A&M/Universal

Dass Sting die besten musikalischen Ideen seines neuen Albums bei sich selbst geklaut hat, geht ja noch in Ordnung, schließlich versteht der Mann im Prinzip nicht wenig von seinem Handwerk. Traurig bloß, dass er offensichtlich wenig Vertrauen


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