Holzkohlengrill & Hallenbad

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 39/03 vom 24.09.2003

FILM. Ulrich Köhlers Debütfilm "Bungalow" folgt einem 19-jährigen Deserteur beim Nichtstun. Mit dem "Falter" sprach der Regisseur über Schauspielerkörper, deutsche Slacker und die deutschen Grünen. 

Auuuufsitzen!", brüllt es von einem der olivgrünen Bundeswehrlaster. Soldaten laufen über den McDonald's-Parkplatz, Getränkebecher und Pappschachteln in der Hand, klettern auf die Ladefläche, und die Fahrzeugkolonne setzt sich wieder in Bewegung. Nur ein Junge in Uniform ist zurückgeblieben, sitzt an einem der Tische und liest Zeitung, als hätte er den allgemeinen Trubel nicht bemerkt: Das ist Paul (Lennie Burmeister) mit dessen unspektakulärer Desertierung Ulrich Köhlers Debütfilm "Bungalow" einsetzt.

  "Wenn einer im heutigen Deutschland vor der Bundeswehr flieht, stellt das ja keine Bedrohung für Leib und Leben mehr dar", merkt Köhler, Absolvent der Kunsthochschule Hamburg und 34 Jahre alt, im Interview aus. "Die Flucht bleibt also eher vage im Hintergrund, während das


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