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Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 39/03 vom 24.09.2003

KUNST. Das Museum moderner Kunst zeigt mit Hanne Darboven eine Klassikerin der Konzeptkunst. 

Ein besonderes Interesse an den eigenen Werken kann man an Hanne Darboven nicht konstatieren. Zumindest entstand dieser Eindruck, als die 62-jährige deutsche Künstlerin letzte Woche nach Wien kam, um eine große Überblicksausstellung in Augenschein zu nehmen. Um 14 Uhr landete ihr Flugzeug aus Hamburg, um 16.30 Uhr war der Rückflug angesetzt. "Jetzt muss ich erst mal ein Selterswasser trinken", sagt die zerbrechlich wirkende Künstlerin nach dem Betreten des Museums. Nach dem Rauchen dreier Zigaretten der Marke Reyno ließ sich die aus einer Hamburger Patrizierfamilie stammende Künstlerin dann doch noch überreden, einen Blick in ihre Ausstellung zu werfen, die immerhin 2600 gerahmte Blätter sowie 1440 Bücher und Aktenordner umfasst.

  Darboven eine Vielschreiberin zu nennen, wäre eine maßlose Untertreibung. Sie pflegt um halb vier Uhr morgens mit dem Beschriften von Blättern zu beginnen


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