NÜCHTERN BETRACHTET: Berlin könnte sogar noch dufter werden

Kultur | aus FALTER 39/03 vom 24.09.2003

Was Berlin - ja, genau: das Berlin, das Ost/West/Mitte-Berlin - so sympathisch macht, ist seine schiere Größe. Man kann dort die verrücktesten Dinge tun, also zum Beispiel total protzige Konzernarchitektur in die Landschaft klotzen, und diejenigen, denen das jetzt vielleicht nicht so gefällt, können sich immer noch sagen: "To-tal übertrieben, diese Architektur, aber es ist eh noch genug Baustelle da!" In Berlin ist immer noch genug da. Für alle. Ist es mal enger, dann wird die Schnellbahn auf eine Trasse verlegt, was auch sehr gut aussieht, ansonsten kann man sie ja einfach durch die Pampa fahren lassen, in der es jede Menge Grün hat, damit Fuchs und Hase, Dachs und Marder auch was zum Relaxen haben. Die Berliner selbst sind sowieso Relaxweltmeister (oder tun zumindest so): Wer ein bisschen Geld hat, eröffnet auf jeden Fall mal einen Frühstücksschuppen, wo man bis 18 Uhr frühstücken kann, wer nicht ganz so viel Geld hat, schüttet irgendwo Sand in die Stadt und stellt ein paar


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