Gepflegte Klischees

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 39/03 vom 24.09.2003

WIENERLIED-FESTIVAL. Anlässlich von "Wean hean" machen sich Fachleute Gedanken zum Verhältnis zwischen Deutschen und Wienern. 

Wenn Herbert Zotti beruflich mit Deutschen zu tun hat, nennen ihn die Kollegen gerne mal einen "Schlawiener" - und glauben, dass sie extrem witzig sind. Dabei leitet sich der Schlawiner vom Slowenen ab und Zotti ist Wiener. Der Mann ist Geschäftsführer des Wiener Volksliedwerks, das wiederum das Wienerlied-Festival "Wean hean" organisiert, welches am 30. September startet.

  Ein Programmpunkt des Festivals setzt sich heuer mit dem nicht immer ungetrübten und irgendwie ungeklärten Verhältnis zwischen Deutschen und Wienern auseinander: "Von Piefkes, Ösis und Schlawienern" lautet der Titel der hochkarätig besetzten Veranstaltung im Bockkeller, bei der neben einem Botschafter, einer Stadtpsychologin, auch der Ordinarius für Europäische Ethnologie Konrad Köstlin, der Wiener Schauspieler Karl Ferdinand Kratzl und die in Wien lebende deutsche Kabarettistin


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