Nicht nur Bugholz

CHRISTOPHER WURMDOBLER | Stadtleben | aus FALTER 39/03 vom 24.09.2003

DESIGN. In Wien gibt es wieder Thonet-Möbel - in der City hat ein Flagship-Store eröffnet.

Jetzt wird im Café Museum also doch umgebaut - zumindest sind dort seit einigen Tagen die Fenster mit Planen verhängt. Von Adolf Loos' Inneneinrichtung, die der Architekt gemeinsam mit Thonet besorgte, war aber schon vorher nicht mehr viel übrig. Irgendwann ist halt auch einmal das beste Bugholzmöbel dahin. Die Sessel der Wiener Gebrüder Thonet gehören zu den meistkopierten Möbelstücken der Welt, im 19. Jahrhundert war Thonet tonangebend in Sachen industrielle Fertigung und weltweiter Vertrieb, der berühmte "Stuhl Nummer 14" wurde im Jahr 1880 eine Million Mal produziert - was zur Folge hat, dass sich in vielen Wiener Haushalten und fast allen Trödelläden das ein oder andere Thonet-Teil findet. Vor einigen Jahren ging es mit der Traditionsfirma bergab, 2001 wurde Thonet vom italienischen Polstermöbelproduzenten Poltrona Frau übernommen, restrukturiert, und jetzt meldete man sich wieder

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