Der türkische Herr Hofrat

Politik | JULIA ORTNER | aus FALTER 40/03 vom 01.10.2003

AUSLÄNDER. In Wien ist eine neue Magistratsabteilung geplant, die Zuwanderer erstmals in alle Bereiche der Verwaltung bringen soll - ein Paradigmenwechsel in der Ausländerpolitik. Trauen sich die Roten wirklich, das durchzuziehen? 

Die Rathausgänge wischen dürfen sie schon lange. Oder im Krankenhaus Leibschüsseln leeren. Oder Hilfsgärtner in den Parks spielen. Einige Zuwanderer sitzen als kleine Beamte im Magistrat - für Wiener mit ethnischem Background schon eine Karriere. Nur eine Handvoll hat es auf höhere Posten in der Stadt gebracht. Zumindest bisher. Denn jetzt steht das absolut rot regierte Wien vor einem Paradigmenwechsel in seiner Ausländerpolitik - Zuwanderer sollen künftig quer durch alle Bereiche der Verwaltung Jobs bekommen. "Diversity Management" nennt sich die von den Niederlanden und Großbritannien abgeschaute Strategie, die verschiedenen Ethnien der Stadt symbolisch in öffentliche Ämter zu setzen. Die Integrationspolitik wird ins Zentrum der Stadt geholt,


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