Zurück ins leichte Fach

Kultur | MAYA McKECHNEAY | aus FALTER 40/03 vom 01.10.2003

FILM. Mit "Herr Lehmann" gelang Regisseur Leander Haußmann eine überzeugende Roman-Adaption fürs Kino. Mit dem "Falter" sprach er über die Kulturbeflissenheit der 68er, seine Vorbilder Lubitsch und Wilder und seine nächsten Projekte. 

Der Herr Haußmann ist einer, der was zu erzählen hat. Während er im Frühstücksraum des Hotel Sacher keinen Blick ans Büffet verschwendet und sich auch von den Walzerklängen, die durch die Deckenlautsprecher rieseln, nicht beirren lässt, redet er, als hätte er was zu verkaufen. Allerdings weniger seinen neuen Film, "Herr Lehmann", als vielmehr eine enthusiastisch vorgetragene Gesamtsicht aufs Metier, die irgendwann sogar der "Oberlehrergeneration der Sechziger- und Siebzigerjahre" einleuchten möge.

  Schon während seiner Intendantenzeit am Bochumer Schauspielhaus, Mitte der Neunziger, hatte Haußmann zum Schrecken manch gestrenger Theaterasketen das Motto "Viel Spaß!" ausrufen und sich sogar auf den Arm tätowieren lassen: Kultur soll wieder


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