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Kultur | KLAUS NÜCHTERN | aus FALTER 40/03 vom 01.10.2003

Das Rockformat löst bei mir Klaustrophobie aus. Alles, was du schreibst, muss durch diese Maschine gedreht werden: Gitarrist, Bassist, Sänger, Schlagzeuger ..." - erklärte Robert Wyatt im Falter-Interview (siehe Porträt im letzten Heft). Deswegen wurde Drummer Wyatt seinerzeit wohl auch aus der Prog-Rock-Band Soft Machine rausgeworfen. Mit "Cuckooland" (Hannibal/ Lotus) hat er nun eines seiner eindringlichsten und -gängigsten Alben seiner Solokarriere geschaffen, das sich auch gut als Einstieg ins Werk dieses eigenwilligen Musikers eignet. Neben Wyatt ist Karen Mantler mit drei Stücken als prominenteste Komponistin vertreten. Und wer sich über Wyatts Schaffen aus den frühen Siebzigern informieren will, greift zu der ebenfalls gerade erschienenen "Solar Flares Burn for You" (Cuneiform Records), die neben Klassikern ("Alifib", "Sea Song", "Soup Song") noch experimentelle Arbeiten mit dem Keyboarder Francis Monkmann und Ex-Soft-Machine-Bassisten Hugh Hopper enthalten.

Vor Hopper werkte


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