Graue Tage, neues Glück

Kultur | aus FALTER 40/03 vom 01.10.2003

MUSIK. Zoot Woman zählten zu den Auslösern des Achtziger-Hypes, ihr neues Album erzählt vom Leiden und Reifen. SEBASTIAN FASTHUBER

Mit ihrer Debüt-CD "Living in a Magazine" galten Zoot Woman vor zwei Jahren als die nächste große Pop-Hoffnung. Sie hatten tolle Songs und eingängige Melodien, waren stylish und konzeptlastig - und sie schoben mit ihrem auf Duran Duran und Yazoo verweisenden Elektro-Pop das in der Dancemusic bereits länger vor sich hin brodelnde Achtziger-Revival entscheidend an. Man hätte meinen sollen, dass das junge englische Trio bald die Welt erobern würde.

  Doch die Platte wollte sich nicht so recht verkaufen. Dazu kam sie wohl etwas zu früh und war im Vergleich zu späteren Verkaufsschlagern und den Revivals beinahe sämtlicher Achtziger-Untoter eine Spur zu sophisticated. Noch katastrophaler verlief die Tour zum Album, als der Bandgründer Stuart Price (als Jacques Lu Cont auch ein bekannter Remixer) kurzerhand fernblieb. Er gab lieber den musikalischen

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