Die Kunst ist nicht tot!

Kultur | ROBERT ROTIFER | aus FALTER 40/03 vom 01.10.2003

LONDON SOUND FILES. Während rundum die Rohlinge rocken, retten Franz Ferdinand, Elbow und die Mountaineers die Ehre des Kunstschulen-Pop. 

Schwere Zeiten für guten Pop in dessen Mutterland: Angesichts des aktuellen Höhenflugs von neuen (The Darkness) und alten (Iron Maiden) Rock-Revisionisten möchte man meinen, die Insel wäre im kollektiven Headbangen begriffen. Doch nie verstößt der Brite bemühter wider die eigene Natur, als wenn er sich ostentativ gehen lässt. Von jeher schämt sich die britische Popkultur für ihren Hang zur Verkopfung. Dabei ist das (abgebrochene) Kunststudium ihr wahres Äquivalent zum amerikanischen Mythos des singenden Automechanikers. Auf Dauer lassen sich solche Roots nicht verleugnen, und während das modefixierte London sich in breitbeinige Posen wirft, finden sich in den Metropolen des Nordens immer noch Bands, die auf authentische Weise ungelenk zu zappeln wissen.

  Da wären etwa Franz Ferdinand aus Glasgow. Abgesehen vom aus unschuldiger Freude


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