Im Zeichen des Mistkäfers

KIRSTIN BREITENFELLNER | Kultur | aus FALTER 40/03 vom 01.10.2003

LITERATUR. Der junge Innsbrucker Verlag Skarabæus überzeugt durch einen Mix aus Neuentdeckungen und Traditionspflege. Seine Bedeutung geht weit über das Regionale hinaus. 

Er ist schwarz, etwa zwei bis vier Zentimeter groß und besitzt die Fähigkeit, aus dem Mist von Huftieren gleichmäßige kleine Kugeln zu drehen, mit denen er sich selbst und seine Larven füttert. Dass er diese Dungkugeln über vergleichsweise weite Entfernung rollt und sie in einem Erdloch versenkt, aus dem die Nachkommenschaft in anscheinend ungeschlechtlicher Vermehrung dann aufersteht - das alles war den alten Ägyptern Grund genug, den Scarabæus (griech.: "Pillendreher"), als Symbol des Sonnengottes, als Bringer der Wiedergeburt und des Glücks zu verehren.

  "Der Mistkäfer", erzählt der Tiroler Verleger und Mitbegründer des Verlags Skarabæus, Markus Hatzer, über dessen Namensfindung, "steht für mich für die Gleichzeitigkeit von Heiligem, Göttlichem und Erdigem, Körperlichem. Er macht aus dem Material,

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