NÜCHTERN BETRACHTET: Diesmal mit extra viel Großraming drin

Kultur | aus FALTER 40/03 vom 01.10.2003

Jetzt hör endlich auf mit deinen ewigen Berlingutfindkasteln!", grantelt König Kralicek. "Selbst Leute, die dort wohnen, finden das nur noch schrullig!" Das habe ich zwar ein bisschen anders gehört (meine Berliner Bekannten bedankten sich überschwänglich und stellten mir Orden in Aussicht), aber ich will meinem Kollegen, der eher zu den Berlinmümmlern gehört, selbstverständlich nicht on his royal balls gehen, sondern eher generell gute Stimmung verbreiten. Es ist nicht so, dass ich Berlin loben muss, es kann auch ruhig was anderes sein. Ich kann gerne auch Großraming hochleben lassen, obgleich ich gestehen muss, dass meine Großramingkompetenz selbst in Gaudenzdorf getoppt werden dürfte. Von Großraming weiß ich im Wesentlichen nur, dass es dort um halb neun am Abend auch schon und um zehn immer noch finster ist, was meine Lesung beim Kirchenwirt aber keineswegs in ein finsteres Licht taucht, ganz im Gegenteil. Das Publikum war fantastisch gewesen, und überhaupt: Ich meine,

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