Mörder Momente

Stadtleben | THOMAS PRLIC | aus FALTER 40/03 vom 01.10.2003

CLUBSZENE. Partymachen als Hobby: Zahllose engagierte Kleinveranstalter sorgen dafür, dass auch abseits der etablierten Clubs gute Partys stattfinden. Zum Beginn der Herbstsaison vier Veranstalterkollektive im Porträt. 

Der letzte Clubabend, sagt Klaus Makotter, sei wieder einmal verheerend gewesen. Verheerend bedeutet für Partyveranstalter normalerweise: keine Gäste, teure DJs und kostspielige Liveacts, und ein fettes Minus am Bankkonto. Im Falle des Clubs EuroRanch, den Makotter gemeinsam mit sechs Kolleginnen und Kollegen betreibt, sieht ein verheerender Abend aber so aus: Der Gast-DJ, der ein halbes Jahrhundert alte Hias Schaschko aus München, legt bis spät in die Nacht Blasmusik auf. Die Veranstalter, selber alle DJs, verzichten vor Ehrfurcht aufs Plattenauflegen. Irgendwann gibt Schaschko endlich auf, verlässt den Club, um es sich kurz darauf anders zu überlegen. Um fünf Uhr früh steht er plötzlich wieder im Lokal und verkündet: "Ladies and Gentlemen, ich bin wieder da!"


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