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Vorwort | MARKUS MARTERBAUER | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

WIRTSCHAFT. Die Niedrigeinkommen gehören entlastet, die Abgabenstruktur reformiert. Sonst zahlen vor allem die Frauen drauf. 

Österreichs Wirtschaftspolitik tritt auf der Stelle. Seit eineinhalb Jahren wird über Sinn und Unsinn des Vorziehens einer Steuersenkung zum Zweck der Belebung der lahmenden Konjunktur diskutiert. Währenddessen ist wertvolle Zeit verstrichen. Die heimische Wirtschaft stagniert seit Anfang des Jahres 2001, die Zahl der Arbeitslosen ist seither um 55.000 gestiegen. Dabei liegen die grundlegenden Probleme des Steuersystems klar auf der Hand: Der Faktor Arbeit wird überproportional belastet, während Kapital und Vermögen steuerlich nicht ausreichend erfasst werden. Vor allem die hohe Belastung von Arbeitnehmern und Arbeitgebern durch Sozialversicherungsbeiträge bringt negative gesamtwirtschaftliche Effekte mit sich: Erstens trifft sie die unteren Einkommensschichten stärker als die oberen und ist damit ungerecht. Zweitens führt sie zu einer Dämpfung der verfügbaren


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