Stabil gekürzt

Vorwort | CHRISTOPH CHORHERR | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

KOMMENTAR. Warum spart die Stadt Wien im Sozial- und Gesundheitsbereich, erzielt aber Budgetüberschüsse? 

"Die Opposition tut, als gäbe es irgendwo im Rathaus den Sack mit Geld, den die böse Mehrheit nicht herausrücken will", schreibt der Ökonom Peter Rosner in seinem Falter-Kommentar "Geben heißt nehmen" (Nr. 39/03). Als Konsequenz aus Lainz, so argumentiert er, solle nicht die Stadträtin zurücktreten, sondern aus anderen Ressorts Geld in den Sozial- und Gesundheitsbereich umgeleitet werden. Auch die Opposition sei gefordert, entsprechende Umschichtungen vorzuschlagen.

Wie der Sozialstaat angesichts der stark wachsenden Anzahl Hochbetagter finanziert werden soll, ist in der Tat eine Frage höchster Bedeutung. Sie ausschließlich auf die Umschichtung von Finanzmitteln zu reduzieren greift insbesondere in Wien jedoch viel zu kurz. Bedeutet das Credo, mehr Geld in einen Bereich zu stecken, automatisch höhere Qualität? Lainz im Besonderen und die Pflegeheime der Stadt Wien im Allgemeinen


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