"Ich bin ein Makkabäer"

Politik | HELENE MAIMANN | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

SPURENSUCHE. Der junge Arnold Schwarzenegger soll Adolf Hitler bewundert haben? "Ein Witz", sagt sein politischer Ziehvater, der frühere Bundesratspräsident Alfred Gerstl. 

Im Büro seiner Grazer Wohnung hängen die Porträts sehr unterschiedlicher Menschen: die Landeshauptleute Josef Krainer junior und Waltraud Klasnic, ein Plakat mit Arnold Schwarzenegger. Und ein gerahmtes Foto von Josip Broz Tito. "Was glauben Sie, welche Augen die Leute machen, wenn sie den Tito hier sehen", sagt Alfred Gerstl. Unter Schwarzenegger und Tito steht eine Menora.

  Wir sitzen uns an seinem Schreibtisch gegenüber, dazwischen eine Flasche Whisky, zwei Gläser, Zigaretten, ein schon ziemlich voller Aschenbecher, und reden über Gerstls Leben. Über die Jahre als Widerständler bei den Tito-Partisanen. Über seine Karriere vom Büchsenmacherlehrling, Operettenbuffo, Milchstandlbesitzer und Trafikanten zum Bundesratspräsidenten. Über die sehr österreichische Mischkulanz seiner Herkunft. Über Juden


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