FERNSEHEN

Medien | JULIA ORTNER | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

Die Sache mit Lucas Fendrich wird nach hinten losgehen. Auch wenn sich die Unterhaltungsmenschen hinter den Kulissen von "Starmania NG" gedacht haben, mit so einem Promi-Sohn fetten wir uns die Quoten auf. Sicher, die Illustrierten-Geschichten über Lucas weckten die Neugier: Kann der Knabe überhaupt singen? Blöd nur, dass Fendrich jr. bei den Kids, der Hauptsehergruppe, die über den Quotenerfolg entscheidet, schlecht ankommt: ein unfescher Streber, unsympathisch, ohne Charme. Dass er nicht übel singt, rettet ihn da nicht. Teenies wollen keinen verwöhnten Austropoppersohn als ihren Star sehen, sie träumen vom Bauernbub, der Popprinz wird. Diesen Aschenbrödel-Mythos bedient Lucas nicht, vielmehr fragt man sich, warum geht der nicht mit Papi zum Plattenboss essen und macht so Karriere? In der ersten Runde haben die "Starmania"-Strategen Fendrich deshalb sicherheitshalber ausscheiden lassen. Er wird aber eine Rückkehrchance bekommen - die Zweitplatzierten jeder Sendung treten noch mal an. Wahrscheinlich ist er so doch unter den Besten, die um den Sieg singen. Dass das dann nicht gezinkt ist, glauben eh nur noch 13-Jährige mitten im Hormonsturm.


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