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MATTHIAS DUSINI | Kultur | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

KUNST. Marcus Geiger gilt als Außenseiter des Wiener Kunstbetriebs. Jetzt verwandelt er die Kerstin Engholm Galerie in eine Kunstboutique für gehobene Scheiße. 

Der Schweizer Künstler Marcus Geiger ist eigentlich ein Wiener Künstler, lebt er doch schon seit 1978 hier. Sein Image in der Wiener Szene passt nicht zu seinen 47 Jahren: Geiger gilt als Widerspruchsgeist, der sich den Mechanismen des Betriebs verweigert, gerade so, als würde ein junger Häretiker die Normen der Etablierten brechen. Bester Beleg für diesen Sonderstatus ist die Tatsache, dass Geiger erst jetzt das erste Mal seit seinen Anfängen in der Galerie von Peter Pakesch Anfang der Neunzigerjahre wieder in einer Galerie ausstellt.

  "Die Pakesch Galerie war ein Ort, wo Dinge ausprobiert werden konnten, ohne groß Schaden anzurichten", bemerkt Geiger rückblickend. "Es steckte kein Geld dahinter und war eine privat geschlossene Abmachung zwischen zwei Leuten. Ich habe mich bisher aus dem Kreislauf Galerien-Messen-Kunstmarkt

  833 Wörter       4 Minuten
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