Mozart und Herr Janscha

Stadtleben | WOLFGANG PATERNO | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

AUGARTEN. Vom verunstalteten Flecken Gras zum Park mit Renommieranspruch, vom barocken Lust- zum modernen Kulturpark: Der Augarten kann jetzt, nach etlichen Mutationen, in geführten Spaziergängen erkundet werden. 

Der Wünsche sind viele, die Kritik am neuesten Projekt hält sich bislang in Grenzen. Ende September fand im Augarten die erste "ParkPartie" statt: Fünfzig Interessierte flanierten durch den Park, eine staatlich geprüfte Fremdenführerin erklärte, wo Herr Mozart seine Morgenkonzerte absolvierte, wo Herr Janscha die erste Bienenzuchtschule der Monarchie eröffnete; wie Joseph II., der Sohn Maria Theresias, sein Lusthäusl "Joseph-Stöckl" für Staats- und amouröse Geschäfte nutzte; wie der rund 450 Hektar große Park, vormals ein barock gezähmter Garten inmitten umgebenden Wildwuchses, 1775 zum ersten kaiserlichen Garten wurde, der auch der Bevölkerung offen stand. Mit Kutschen wurde damals die Landpartie begangen, staunenden Auges die Wunder der gezähmten Natur beschaut.


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