TIER DER WOCHE: Wechselhaft

Stadtleben | PETER IWANIEWICZ | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

Herr R. krault. Vielleicht auch seine Partnerin, sicher aber das Wasser der Alten Donau. Dabei stieß er diesen Sommer auf zahlreiche und wunderhübsche Quallen. "How come", fragte er sich und dann mich, dass diese filigranen Brüder und Schwestern auch das Süßwasser unsicher machen? Und - wienerisch formuliert - dürfen die denn das? Durchaus, diese Quallenart namens Craspedacusta sowerbii kennt man seit dem 19. Jahrhundert, als sie im Londoner Regent's Park in einem Becken mit Wasserlilien entdeckt wurden. Schwieriger war dann schon, den dazugehörigen Polypen zu finden. Denn dank des Schweizer Naturforschers Alfons Trembley wusste man, dass diese "Hohltiere" einen Generationswechsel durchmachen und sich von einer festsitzenden Form, dem Polypen, zu einer frei schwimmenden, geschlechtlichen Form, der Qualle, entwickeln. Trembley war sich damals nicht einmal sicher, ob dieses Lebewesen eine Pflanze oder ein Tier sei, und zerschnipselte einige von ihnen. Würden sich diese gänzlich regenerieren,


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