Generation Golf und Trabi

Extra | STEFAN ENDER | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

JUNGE DEUTSCHE LITERATUR. Stefan Beuse, Georg M. Oswald und Julia Franck befassen sich in recht unterschiedlichen Romanen nicht zuletzt mit der eigenen Generation. 

Eine Familie fährt auf Urlaub, in ein entlegenes Ferienhaus im Périgord. Der Familienvater ist gerade zum Kulturchef eines überregionalen Blattes avanciert und möchte mit Frau, Tochter und Sohn noch einmal zu Muße und Entspannung finden, ehe er den stressigen Job antritt. Die Sonne scheint, die Stimmung ist prima und das Haus mit Pool ebenso.

  In kursiv gesetzten Textabschnitten wird von einer Mutter berichtet, die mit einem gelben Sportcoupé "in den Himmel fliegt", und von einer nachfolgenden Beerdigung. Bald werden auch einer Puppe Daumen und Zehen abgeschnitten sowie die Augen ausgestochen. Der Vater des kursivierten Erzählers sticht eine von ihm krankhaft angebetete Pianistin nieder. Man ahnt: der düstere Erzählstrang. Hier dräut Unheil.

  Immer weiter werden die beiden Ebenen einander angenähert. Man erfährt,


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