Umkommen, aber richtig

Extra | VERENA MAYER | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

JUNGE RUSSEN. In ihren Geschichtenband "Komm" versammelt die 22-jährige Irina DenezÇkina eine Reihe von Jugendlichen, die im postkommunistischen Russland eine unwirkliche und doch bedrückende Existenz führen. 

Sie heißen Oleg, Mascha, Anton und Sergej, sie haben Handys und Internet, sind gepierct und machen Diäten (die Mädchen) oder Musik (die Burschen). Kurz, sie sind ganz normale Jugendliche zwischen zwölf und zwanzig, unfertig und verträumt, frei von materiellen Sorgen. Man kennt das Alter, man kennt die Generation, und dennoch ist einem diese Welt vollkommen neu. Irina Denezkina, selbst gerade einmal 22 Jahre alt, erzählt von Jugendlichen in Russland. Und mag es dabei auch hauptsächlich um den pubertären Alltag gehen, um Schule, ums Besaufen, um den ersten Sex - der Kurzgeschichtenband "Komm" weist weit über den Alltag hinaus. Illusionslos, manchmal fast abgebrüht, zeichnet diese junge Autorin das ernüchternde Bild einer postkommunistischen Gesellschaft.

  Sie sollten


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