Die Macht der Supermacht

Extra | ROBERT MISIK | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

VEREINIGTE STAATEN. Die USA heute sehen dem Alten Rom verdammt ähnlich, findet Peter Bender in einem erstaunlichen Essay. Bloß kann Washington nicht herrschen, meint Michael Mann in seiner wohl fundierten Kritik an der einzigen Weltmacht. Vier neue Bücher zeichnen ein wenig schmeichelhaftes Bild von der Politik des Hegemons. 

Das Wort Empire - Imperium - ist unzweifelhaft der Begriffsrenner unserer Tage. Die konkurrenzlose Supermacht USA wird da ebenso als neues weltumspannendes Imperium beschrieben wie - davon signifikant abweichend - die Netz-Ordnung des globalen Kapitalismus (nach Antoni Negri und Michael Hardt) als Empire ohne imperiales Zentrum. In beiden Fällen klingt an, dass sich aus der scheinbaren Unordnung der Welt eine buchstäblich neue Ordnung herausschält - eine Ordnung jenseits des alten Mächtespiels der überlebten Nationalstaaten. Wobei, dies ist gewissermaßen die erste und ins Auge springende Paradoxie, die radikale Linke und die Mitte die Seiten gewechselt haben.


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