Gene auf Reisen

OLIVER HOCHADEL | Extra | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

MENSCHHEITSGESCHICHTE. Die Genetik ist die Wissenschaft der Zukunft. Und immer mehr auch die der Vergangenheit. Fragen, an denen Archäologen und Historiker oft vergeblich knabbern, lassen sich mit DNA-Analysen beantworten.

Die Archäologen waren definitely not amused. Sie sprachen von unhaltbaren Annahmen und Fehlinterpretationen. Und überhaupt: Wie kamen Genetiker dazu, Aussagen über Wanderungsbewegungen in der europäischen Frühgeschichte zu machen? Was war passiert?

  Anfang der Siebzigerjahre hatte der italienische Populationsgenetiker Luca Cavalli-Sforza die These aufgestellt, dass vor 10.000 Jahren Bauern aus dem Nahen Osten nach Europa eingewandert sind und den Ackerbau eingeführt haben. Dabei vermischten sie sich mit den ortsansässigen Jägern und Sammlern, wie die Analysen Cavalli-Sforzas zeigten.

Afrikanische Eva

Diese Herangehensweise war gewöhnungsbedürftig. Während die Archäologen im Schweiße ihres Angesichts nach spärlichen Überresten buddelten, sollten die Proteine

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