ÖKONOMIE: Marx, Smith & Co

GERHARD SCHWARZ | Extra | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

Hätte der US-Präsident doch bloß auf seinen Berater gehört, der Kommunismus wäre um Jahrzehnte früher untergegangen. Doch Eisenhower weigerte sich, den nuklearen Erstschlag gegen die Sowjetunion zu führen. Der Berater war einer der einflussreichsten Wirtschaftstheoretiker des 20. Jahrhunderts: John von Neumann, der Begründer der Spieltheorie und allgemein als Genie anerkannt. Seine Theorie verleitete von Neumann zur Überzeugung, die Russen müssten ausgelöscht werden, bevor es auch ihnen gelingt, eine Wasserstoffbombe zu entwickeln. Das hätte den Tod von Millionen Menschen bedeutet, doch das war spieltheoretisch irrelevant.

  John von Neumann ist einer der Stars in "Schumpeters Reithosen", einem populärwissenschaftlichen Streifzug durch die Geschichte der Wirtschaftswissenschaften. Der Weg führt von Luca Paciola, der im 15. Jahrhundert die doppelte Buchführung in Europa bekannt machte und damit den Handel revolutionierte, bis zum zeitgenössischen Ökonom Milton Friedman,

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