Ohne Unbehagen, diesseits

Rudolf Helmstetter | Extra | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

PHILOSOPHIE. In seinem neuen Buch "Die Illusion der anderen" begibt sich der Philosoph Robert Pfaller unter anderem auch auf die Suche nach dem verlorenen Glück. 

Auf solche Titel kommen sonst nur französische Philosophen, doch es handelt sich bei diesem kleinen grünen Taschenbuch nicht um eine Übersetzung: "Die Illusionen der anderen". Für den Wiener Philosophen Robert Pfaller ist das der formale Oberbegriff für "Aberglaube" und "Ideologie", für all das, was in der Kultur an Mythen, Einbildungen, tradierten Vorstellungen und Überzeugungen kursiert. Das Besondere seines Zugangs dabei ist, dass Pfaller nach der Form der Illusionen fragt. In welcher Form werden Illusionen, Einbildungen, Überzeugungen geglaubt und praktiziert? Was ist ihr Betriebsgeheimnis? Welche Art von Lust, Glück, Freude bereiten sie denen, die ihnen anhängen?

  Dabei geht er von der Beobachtung aus, dass Vorstellungen und Verhaltensweisen, die gemeinhin als "abergläubisch" betrachtet werden, meist von einem

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