Moses, der Fremde

Extra | MARTIN TREML | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

RELIGIONSGESCHICHTE. Vier Autoren setzen sich auf höchst unterschiedliche Weise mit Freuds umstrittener Spätschrift "Der Mann Moses" auseinander: der Ägyptologe Jan Assmann, der Philosoph Richard J. Bernstein, der Judaist Peter Schäfer und der kürzlich verstorbene Literaturwissenschaftler Edward W. Said. 

Dem Rätsel der jüdischen Religion, ja der Religion überhaupt gilt Sigmund Freuds letzte Schrift, die er "Der Mann Moses und die monotheistische Religion" betitelte. Sie konnte erst im Exil fertig gestellt werden und erschien im Frühjahr 1939 bei Albert de Lange, einem Amsterdamer Verlag. Argumentation und Text sind schwierig, unter anderem deshalb, weil dieser aus mehreren, einander nicht so sehr ergänzenden, als vielmehr korrigierenden Teilen besteht. Darin drücken sich starke Konflikte aus. Aber welche sind es?

  Freud selbst drängte, übrigens erfolgreich, auf eine englische Übersetzung noch im selben Jahr. Was erschien ihm, dem mittlerweile greisen Begründer der Psychoanalyse,


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