Double Your Time!

Extra | TINA THIEL | aus FALTER 41/03 vom 08.10.2003

HÖRBÜCHER. Während die Umsatzzahlen mit gedruckten Büchern stagnieren, boomen ihre Audioversionen mit jährlichen Zuwachsraten von 35 Prozent. Eine Annäherung an das Modephänomen Hörbuch, das nicht mehr nur bei Analphabeten, Sehbehinderten oder schlicht Lesefaulen großen Anklang findet. 

Während es für Kinder schon lange normal ist, ihre Märchen und Geschichten von der Musikkassette zu hören, ist das Hörbuch für Erwachsene als Erfolgsmedium ein relativ neues Phänomen. Noch bis Mitte der Neunzigerjahre waren es nur einige kleinere, spezialisierte Verlage, die vor allem für Sehbehinderte, Leseunkundige und Lesefaule ein bescheidenes Audioprogramm bereithielten.

  In den vergangenen Jahren hat sich allerdings einiges getan: Derzeit werben rund 400 Verlage und Labels im deutschsprachigen Raum für besprochene Tonträger, davon 250 reine Hörbuchverlage. Es sind bereits etwa 8000 Titel lieferbar, und jährlich kommen 700 bis 800 neue hinzu. Zwar erwirtschaftet der Buchhandel

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