Presseschau

Medien | Eva Weissenberger | aus FALTER 42/03 vom 15.10.2003

Eine Zeitschrift zu produzieren, ist aufregend. Vor allem, wenn sich die Ereignisse tagtäglich so was von überschlagen. War am Mittwoch noch der "Absturz des Baulöwen" das wichtigste Thema, fragte sich Österreichs Info-Elite am Donnerstag nur mehr, "welche Bosse am erfolgreichsten sind". In der Nacht auf Mittwoch wurde eine steirische Reinigungskraft zum Gouverneur von Kalifornien gewählt, also diskutierten die Opinionleader am Freitag: "Taugen seine Thesen auch für Österreich?" So sieht die Wirtschaftswoche zumindest im Spiegel der Format-Cover aus, die als Anzeigen in Schwesternblättern geschalten wurden. Im TV-Media zierte Richard Lugner das Titelblatt, im News war er von Dietrich Mateschitz, der "Nr. 1 im Manager-Ranking", verdrängt worden. Vom echten Heft lachte am Ende der Woche Arnold Schwarzenegger runter. Wobei "die 60 besten Manager" die interessanteste Geschichte waren. Nicht schreiberisch, aber branchentratschmäßig. Mit Styria-Chef Horst Pirker und ORF-Finanzboss Alexander Wrabetz schafften es zwei Medienmanager auf die Bestenliste. Rudi Klausnitzer, Vorstand der News-Gruppe, war hingegen nicht dabei. Seit wann so bescheiden? Die Fellners fehlen mir jetzt schon.


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