Zur Kasse gebeten

Sebastian Fasthuber | Medien | aus FALTER 42/03 vom 15.10.2003

INTERNET Die Tauschbörse Kazaa will mit der Unterhaltungsindustrie kooperieren und für Downloads Geld verlangen. Ein neues Napsterschicksal? 

Die momentan größte Internettauschbörse will brav werden. Vergangenes Wochenende machte Kazaa den Unterhaltungskonzernen das Angebot, künftig ausschließlich kostenpflichtige Downloads zu ermöglichen. Der Vergleich mit Napster drängt sich förmlich auf: Vor drei Jahren ging die damals beliebteste MP3-Plattform eine Kooperation mit dem Riesen Bertelsmann ein - und ging als kaum genutzter Bezahlservice trotz mehrerer Wiederbelebungsversuche im wahrsten Sinne des Wortes ein. Sollte sich die Geschichte im Internet wiederholen, dann sieht die Zukunft der gleichermaßen beliebten wie umstrittenen Tauschbörse Kazaa möglicherweise finster aus.

Freilich steht die angedachte Kooperation - Antworten von Bertelsmann & Co standen bei Redaktionsschluss noch aus - unter anderen Vorzeichen als jene Napsters, dessen Geschichte sich in Janko Röttgers Filesharing-Buch

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