"Ich liebe alle Stadträte"

Politik | ARMIN THURNHER und EVA WEISSENBERGER | aus FALTER 42/03 vom 15.10.2003

SPÖ Der Wiener Bürgermeister Michael Häupl über sein Mitgefühl für Arnold Schwarzenegger, neue Schulden, einen modernen Sozialismus und eine Victor-Adler-Medaille für Jörg Haider. 

Michael Häupl ist müde. Die halbe Nacht ist er mit Gemeindebediensteten zusammengesessen. So geht es einem, der dem modernen Sozialismus anhängt und kaum etwas privatisiert. Dann bleibt der Bürgermeister der oberste Chef der Müllmänner, Bademeister oder Stadtgärtner - und muss alle höchstpersönlich bei Laune halten. Gar nicht so leicht, in Wochen wie diesen, in denen die Stimmung zeitweise gedrückt ist. Im Sozialressort fehlt das Geld, in den städtischen Pflegeheimen wurden arge Missstände aufgedeckt. Erst die Wahlen in Oberösterreich vor zwei Wochen, bei denen die SPÖ mit einem traditionalistischen Kurs über elf Prozent gewann, ließen die Roten auch in Wien wieder einmal jubeln. Über den Wahlsieg Arnold Schwarzeneggers in Kalifornien sollte sich der Berufspolitiker Häupl allerdings


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