WIENBILD

Politik | aus FALTER 42/03 vom 15.10.2003

Kaum hatte die Bildhauerin Ulrike Truger ihren drei Meter hohen Omofuma-Gedenkstein ohne Genehmigung neben der Staatsoper abgeladen, gab es erste Reaktionen der Wiener auf das Mahnmal für den bei seiner Abschiebung getöteten Afrikaner: "Nur sehe ich nicht ein, dass mir Frau Trugers Plastik den Blick aufs weltberühmte Opernhaus verstellt", schrieb eine Wienerin auf einen Zettel und steckte ihn in die Plastik. "Ich finde, Sie sind eine spießige Rassistin!", antwortete ein anderer auf die Notiz der um den Blick auf die Oper Besorgten. Wenn es so weitergeht, wird die Skulptur bald aussehen wie Helmut Seethalers Pflückgedicht-Bäume


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige