NEUE PLATTEN

Kultur | aus FALTER 42/03 vom 15.10.2003

POP

Obie Trice: Cheers

Interscope/Universal

Aus dem Umfeld von Eminem und Dr. Dre kommt keine schlechte Platte. Nachdem die beiden mit "50 Cent" den Überflieger des Jahres hervorbrachten, darf nun Obie Trice ran, den man von D-12 und einem Mini-Feature auf "Without Me" kennt. Das Produzententeam schneiderte dem im Detroiter Underground verwurzelten Reimer vergleichsweise oldschoolige Beats zurecht. Freilich passen die perfekt zum zeitlosen Flow des ziemlich frei von Gangsta-Posen agierenden Hauptdarstellers. Überhaupt erfreut die einmal nicht aggressive, sondern oft geradezu zurückgelehnt soulige Stimmung. Kein spektakuläres Hitalbum, aber eines, das 17 Tracks lang ohne große Auslasser durchrumpelt.

SEBASTIAN FASTHUBER

John Cale: HoboSapiens

EMI

Nach David Bowie ("Reality") ist John Cale nun der zweite Popgigant, der die Wirklichkeit einer Prüfung unterzieht und sich im atmosphärisch stimmigen, in typischer Cale-Manier dargebotenen Eingangsstück "Zen" fragt, wo die Kunst der Zauberei geblieben


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