Quentins große Rübenernte

Kultur | MICHAEL OMASTA | aus FALTER 42/03 vom 15.10.2003

FILM Es gibt keinen Grund, sich Quentin Tarantinos brutal sinnlosen "Kill Bill, vol. 1" anzusehen. Aber man wird ihn wohl gesehen haben müssen. 

Die Braut sieht blendend aus. In der ersten Szene kriegt sie aus nächster Nähe eine Kugel in den Kopf. "Bang Bang", hebt Nancy Sinatra aus dem Off zu singen an: "Bang Bang, my baby shot me down." Gelungen. Der erste Lacher.

  Mit einer Hochzeit und achteinhalb Todesfällen beginnt Quentin Tarantinos "Kill Bill, vol. 1" (merk auf, Fan, ob du auch keinen ver-passt hast): "der vierte Film von Quentin Tarantino". Nach seinem vorausgegangenen, "Jackie Brown" (1997), gönnte sich der Regisseur eine Auszeit von vier Jahren; genauso lange dauert es, bis die Braut - frei nach dem Motto "Mit einer Kugel im Kopf geh ich noch lange nicht nach Hause" - aus dem Koma erwacht und zum Rachefeldzug gegen ihre früheren Weggefährtinnen und ihren ehemaligen Boss, besagten Bill, antritt - mehr Geschichte ist nicht.

  "Kill Bill" ist der ultimative Fanfilm, gespeist


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