Im Namen des Vaters

Kultur | MATTHIAS DUSINI | aus FALTER 42/03 vom 15.10.2003

KUNST Zwei der wichtigsten Proponenten der österreichischen Nachkriegskunst werden mit Ausstellungen bedacht: Die katholische Kirche erinnert sich an Monsignore Otto Mauer, die Sammlung Essl würdigt den Wiener Aktionisten Hermann Nitsch. 

Die Morgendämmerung war bereits angebrochen, als im Herbst 1967 eine Gruppe von Künstlern, Kritikern und Galeristen nach einer langen Lokaltour über den Kölner Domplatz schwankte. Da löste sich eine Gestalt aus der Gruppe, öffnete die Domtür und forderte die anderen auf einzutreten. Kurz darauf trat der Mann im Priestergewand vor die verdutzte Kunstgemeinde und begann, die Frühmesse zu lesen.

  Diese Begebenheit trug sich anlässlich des 1967 erstmals veranstalteten Kölner Kunstmarktes zu, der ersten Messe für Gegenwartskunst überhaupt. Der seltsame Kunstpriester kam aus Wien. Sein Name: Otto Mauer, in der Kunstwelt bekannt mit seinem geistlichen Titel Monsignore. Anlässlich seines dreißigsten Todestages widmet das Erzbischöflichen Dom-


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