KOMMENTAR: Das Projekt Otto Mauer

Kultur | ERHARD BUSEK | aus FALTER 42/03 vom 15.10.2003

Vor dreißig Jahren hat Otto Mauer die Welt, Österreich und seine Kirche verlassen. Zur Erinnerung brachten Freunde ein Symposium zu jenen geistigen Fragen zustande, das diesem, für die Kirche von Österreich in der Nachkriegszeit bedeutendsten intellektuellen Priester, durch Fragestellungen an die heutige Zeit gerecht zu werden versuchte. Das Diözesanmuseum wieder hat aus der Sammlung Otto Mauer eine Ausstellung zustande gebracht, die in der Art der Eröffnung wohl kaum seiner Bedeutung gerecht wurde. Man muss froh sein, dass wenigstens auf diese Weise dieser inspirierenden Figur gedacht wurde, wobei die Gleichgültigkeit der offiziellen Kirche schmerzt. Die Sammlung Otto Mauer wurde von seinem Erben, Prälat Karl Strobl, der Kirche aufgedrängt, der um den Gegenwert jene Werke sicherstellen wollte, die Mauer und er geschaffen hatten: Otto-Mauer-Preis, Forum St. Stephan, Stipendienstiftung "Pro Scientia" et cetera. Der Hierarchie von heute ist wohl nicht bewusst, welche Generationen


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