CENTIMETER IM FREIHAUS: Scheibtruhe voll Mist

Stadtleben | aus FALTER 42/03 vom 15.10.2003

Bei uns liegt die Werbung auf dem Teller", sagt Heinz Pollischanski. Deswegen gibts in seinem Lokal auch Riesenschnitzel, "Mohr im Hemd" oder eine Spezialität, die sich "Scheibtruhe voll Mist" nennt. Vor sieben Jahren hat der Mann der Systemgastronomie eine neue Variante verpasst: Centimeter heißt das ziemlich erfolgreiche Konzept, das sich mit großen Portionen, deftige Küche und Holz in der Hütt'n zusammenfassen lässt. Pollischanski hat ein Lokal erfunden, in dem er sich selbst am wohlsten fühlt. Sagt er zumindest. Gerade hat das fünfte Wiener Centimeter als Franchiseunternehmen aufgesperrt. Nach zwei Spittelberg-Lokalen und je einem weiteren in Neubau und am Alsergrund hat sich der Skihüttenzauber nun im Freihaus niedergelassen, dem ehemaligen Szenefixpunkt im hippen Freihausviertel.

  Bei der Standortsuche sei vor allem die Nähe der TU wichtig gewesen, sagt Pollischanski. Und die Tatsache, dass es keine ähnlichen Lokale in der Nähe gegeben habe. "Das Freihaus war wie geschaffen für unser Konzept, da passt der Centimeter genau hin", zeigt sich der Geschäftsmann ganz begeistert vom neuen Standort. "Wichtig war auch, dass es einen Raum gibt, in dem man feiern kann." Der Unterschied zu McDonald's? "Bei uns gibts noch die menschliche Komponente, bei uns sind die Apfelradln nicht überall gleich knusprig." Für 2004 ist übrigens ein weiterer Centimeter geplant - dem Vernehmen nach im feinen Döbling. Ausgerechnet.  

C. W.


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