Geknackt

Stadtleben | CHRISTOPHER WURMDOBLER | aus FALTER 42/03 vom 15.10.2003

VERKEHR Vorsicht: Falsch geparkte Räder landen gerne im Geheimdepot der Wiener Linien. 

Oft würden Fahrräder auch einfach nur entsorgt, glaubt Johann Ehrengruber von den Wiener Linien. Wer wirklich Interesse daran habe, sein Rad zurückzubekommen, mache sich schließlich hektisch auf die Suche.

  Wenn jemandem das Rad abhanden kommt, denkt er zuerst an Diebstahl, böse Banden. Dass die Wiener Linien das Radl abgeschleppt haben, auf diese Idee kommen die wenigsten. Obwohl Fahrräder, die an Haltestellenmasten oder im Ausgangsbereich von U-Bahn-Höfen abgestellt und befestigt werden, nach deren Ansicht eine Gefahr für die Fahrgäste darstellen und deshalb einfach entfernt werden. Die Wiener Linien dürfen - und praktizieren - das. "Wir müssen immer vom worst case ausgehen", sagt Ehrengruber. Auch was auf den ersten Blick wie ein guter Radparkplatz aussehe, könne ein Fluchtweg sein oder Straßenbahnbenutzer beim Aussteigen behindern.

  Ordnungswidrig abgestellte Räder werden jedenfalls


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