PHETTBERGS PREDIGTDIENST: Dieses gewisse Sich-hingeben

Stadtleben | aus FALTER 42/03 vom 15.10.2003

...Nachdem er so viel ertrug, erblickt er das Licht. Er sättigt sich an Erkenntnis...

Jes 53,10-11 (1. Lesung am 29. Sonntag im Jahreskreise eines Lesejahres B)

So sehr sehnte ich mich die vielen Jahre, mich als Sklave zu ergeben und hinzugeben jenem Jeansboy in versauten und knallengen Bluejeans. Und als ich begriff, dass die versauten, die ihnen in Fetzen hinunterhingen, erst recht das Komplement der knallengen Jeans darstellten, auch denen. Aber er, den ich ersehnte, kam nie. Der passive Mensch darf also nicht wählen. Selbst wenn die Werbeindustrie nach ihm griffe, müsste er sich hingeben. Eine Designerin ruft schon zum dritten Mal an, sie will mich bekleiden und dann irgendwo herzeigen. Ergäbe ich mich, würde ich trotzdem herausragen, kraft meiner Milde, so sie tatsächlich existierte. Und wenn ich keine Milde hätte, dann gebührte mir auch nicht, herauszustechen. Du musst dich völlig hingeben, wer immer nach dir greift, und es würde dein Wesen erstrahlen, so du ein eigenes hast.


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