Wieder am Markt

Stadtleben | aus FALTER 42/03 vom 15.10.2003

Süßer Schleim-Paradeiser

Mehreres mutet bei der Kaki seltsam an: Zuerst einmal, dass sie wie ein Paradeiser aussieht, aber überhaupt nicht wie ein Paradeiser schmeckt. Dann, dass sie Kaki heißt, aber nicht khakifarben ist. Ah ja, und dass sie im reifen Zustand eigentlich kaum heil nach Hause zu bringen ist. Kakis am Baum sind ein fantastischer Anblick, derzeit in Italien zu bewundern: kleine, magere und kahle Bäumchen mit den orangeroten Fruchtlampions dran. Kakis zu essen ist keine leichte Übung, denn die Haut ist dünn wie Seidenpapier, am besten Blätter und Stielansatz weg und mit einem kleinen Löffel auslöffeln. Schmeckt wie überreife Marille mit einem Hauch Muskat, am besten sind die acht glitschigen, essbaren "Kerne", strotzt vor Beta-Carotin. Nicht zu verwechseln mit den "Sharons", auch gut, aber lang nicht so erotisch.

Um E 1,10 bei Meinl am Graben und auf jedem Markt.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige