VOR 20 JAHREN IM FALTER

Vorwort | aus FALTER 43/03 vom 22.10.2003

Es mutet merkwürdig an, wenn angesichts des zweiten neuen Falter heute doch irgendwie dieses Krankl-Gespräch heraussticht. Was es da sonst an Lesenswertem gab! Ein Interview mit dem jungen Wissenschaftsminister Heinz Fischer. Eine Reportage aus der Welt der Funktaxis. Einen Nachruf auf den verstorbenen Historiker Friedrich Heer. Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Stanislaw Lem. Autoren wie Heinz Steinert, Christian Reder, Albert Sellner, Rolf Schwendter, Elisabeth Schweeger (um nur wenige zu nennen).

  Aber das Krankl-Gespräch scheint mir doch einen zweiten Blick wert, weil neue Generationen, die mir beim Blättern über die Schulter schauen, sich dafür am meisten interessieren. Immerhin hatte uns Krankl damals eine Sensation präsentiert. Zum erstenmal erzählte er, es sei ein Fehler gewesen, nicht beim CF Barcelona zu bleiben und zurückzukehren. Zum erstenmal sagte er: "Ich habe damals Angebote von anderen Vereinen gehabt, mörderische, und das Beste von AC Milan." Er sei einfach enttäuscht von Barcelona gewesen, das statt ihm Bernd Schuster holte, und habe mit dem Ausland nichts mehr zu tun haben wollen. Natürlich zitierte keine Zeitung den Falter; wir Rebellen wären nicht auf die Idee gekommen, eine andere Zeitung auf diese Möglichkeit aufmerksam zu machen. Also sprach Krankl: "Ich habe über den James Dean alles gelesen und zu meiner Bestürzung auch, dass er bisexuell war." Aber: "Ich steh auf den James Dean, das was er in den Filmen spielt. Er gefällt mir, denn er ist ein Rebell." A.T.


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