DER NEUE VIZEKANZLER: Gorbi obenauf

Politik | aus FALTER 43/03 vom 22.10.2003

Nur einmal fiel Hubert Gorbach auf: Ganze drei Tage nach seinem Amtsantritt als Verkehrsminister drohte der Vorarlberger schon mit einem Veto gegen die Osterweiterung, sollte es zu keiner Lösung der Trasitfrage kommen. Von Gorbach ist man solche Töne nicht gewohnt. Sogar wenn er "null Zuwanderung" oder "keine Gnade für Drogendealer" sagt, klingt das - im Gegensatz zu vielen seiner Parteikollegen - immer sanft. Obwohl auch er blaue Parolen zum Besten gibt, gilt der neue Vizekanzler nicht als Rechtsaußen, sondern als lupenreiner Neoliberaler.

  In der FPÖ ist "Gorbi" ein alter Hase. Mit zwanzig war der in Frastanz Geborene Landesobmann des Ringes Freiheitlicher Jugendlicher, 1989 zog er für die Blauen in den Landtag ein. 1993 wurde der ehemalige Geschäftsführer einer Bäckereimaschinenfirma Landesrat für Straßenbau, Abfall- und Wasserwirtschaft. Ab 1999 war er "Landesstatthalter" im Ländle - so lautet die vorarlbergische Bezeichnung für Landeshauptmann-Stellvertreter.

  Im Kabinett


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