DIE NEUE PARTEIOBFRAU: Unter der Haubner

Politik | aus FALTER 43/03 vom 22.10.2003

Anders als ihr prominenter Bruder Jörg Haider ist Ursula Haubner stets bemüht, niemanden vor den Kopf zu stoßen. Selbst gegenüber in Ungnade gefallenen Parteifreunden verhält sie sich noch loyal. Als die Familienstaatssekretärin am Montag zur geschäftsführenden Parteiobfrau berufen wurde, begann sie, eingeklemmt zwischen Hubert Gorbach und Herbert Haupt, ihre Rede mit den Worten: "Sehr geehrter Herr Vizekanzler, sehr geehrter Herr zukünftiger Vizekanzler!"

  Diplomatische Fähigkeiten kann Ursula Haubner bei ihrer neuen Aufgabe gut brauchen: Ihr erklärtes Ziel ist, dass die Partei "endlich wieder das harmonische Bild einer Gesinnungsgemeinschaft abgibt" - dazu müssen chaotische Knittelfelder und pragmatische Wirtschaftsliberale vereint werden. Haubner wird sowohl ein Draht zu den Aufständischen als auch zur Regierungsmannschaft nachgesagt. Doch hartes Durchgreifen kennt man von ihr nicht. Bis heute entkommt der Oberösterreicherin kein schlechtes Wort über Hans Achatz, Knittelfeld-Mitinitiator

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