Sitten entglitten

Politik | GERALD JOHN | aus FALTER 43/03 vom 22.10.2003

POLIZEI Ein mutiger Beamter schrieb einen frechen Artikel über die Einschüchterungsmethoden in der Polizei - und musste prompt seinen Schreibtisch räumen. 

Herbert Windwarder ist ein Schnüffler. Als Kriminalpolizist spürt er seit zwölf Jahren Drogendealern hinterher. Aber auch nach Dienstschluss steckt Windwarder seine Nase in Angelegenheiten, in die Einmischung unerwünscht ist. Unlängst knöpfte sich deshalb ein Vorgesetzter den eifrigen Fahnder vor. Er solle sich aus bestimmten Belangen besser raushalten, warnte der hohe Beamte.

  Windwarder ließ sich nicht einschüchtern. Das Ergebnis seiner Recherchen veröffentlichte er nun in der ersten Ausgabe des Fachblattes Kriminalpolizei, das von der Vereinigung Österreichischer Kriminalisten herausgegeben wird. In der Kolumne "Kieberer Blues" beschreibt Windwarder, wie seit Innenminister Ernst Strassers Polizeireform Köpfe rollen, kritische Beamte eingeschüchtert werden und um ihre berufliche Existenz fürchten. In einer Karikatur


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige