Rosa und adrett

Kultur | CARSTEN FASTNER | aus FALTER 43/03 vom 22.10.2003

MUSIKTHEATER Mit "Martha", seiner ersten Premiere, setzt der neue Volksoperndirektor Rudolf Berger auf die "Regenerierung" des Hauses. 

Kinder und Tiere, sagen die Werbeleute, zögen immer - eine Regel, die vergangenen Samstag auch in der Volksoper ihre ernüchternde Gültigkeit unter Beweis stellte, wo mit Wilhelm Friedrich von Flotows im England des frühen 18. Jahrhunderts angesiedelter Spieloper "Martha oder Der Markt zu Richmond" die erste Opernpremiere unter der Intendanz des neuen Direktors Rudolf Berger stattfand: In der königlichen Jagdszene des dritten Akts brachte Regisseur Michael McCaffery seinen Regieeinfall unter - er ließ vier Kinder als Hunde kostümieren und mit dem Hintern dem Publikum zuwinken. Szenenapplaus.

  Immerhin: Die Idee ist gut recherchiert, die dargestellte Hunderasse eindeutig als Corgy identifizierbar - jene Rasse, mit der britische Monarchen tatsächlich bis heute auf die Jagd zu gehen pflegen. Auch sonst sorgt sich die Ausstattung (Julian McGowan)


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