WIEN-MITTE NEU

15 Jahre Ratznstadl

Stadtleben | JULIA ORTNER | aus FALTER 43/03 vom 22.10.2003

So gemeine Schimpfnamen hat kaum ein anderer Ort in der Stadt abgekriegt. Ratznstadl, Schandfleck, Sauhaufen haben die Politiker ihn genannt. Der vergammelte Bahnhof Wien-Mitte wäre als "Tor zur Stadt" ein hochwertiger Standort und deshalb müsse der Grind dort weg - zumindest darin waren sich alle Beteiligten schon in den Achtzigerjahren einig. Das war aber die einzige Übereinstimmung. Seit dem Planungsstart vor 13 Jahren folgte eine Erregung der nächsten. Das Ergebnis der Provinzposse: Im vergangenen Frühjahr wurden das Projekt mit den bereits bewilligten Hochhaustürmen über dem Landstraßer Bahnhof, das den Verkehrsknotenpunkt sanieren und darüber ein modernes Freizeit- und Einkaufszentrum mit Luxushotel und Büros hätte errichten sollen, endgültig gekippt - weil die nach diversen Zurechtstutz- und Aufstockungsmanövern nicht gerade attraktiven Türme zu hoch fürs angrenzende UNESCO-Weltkulturerbe Innenstadt gewesen sein sollen (Falter 13/03). Und Wien-Mitte blieb wieder einmal


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